Was 18 Jahre Pflege mit meinem Sattel gemacht haben — und was ihn am Ende gerettet hat.
Du bist hier, weil du es besser wissen willst. Das unterscheidet dich von den meisten Reiterinnen am Stall.
Ich habe 18 Jahre lang jeden Fehler gemacht, den man machen kann. Sattelseife. Lederöl. Hamanol. Effax. Kieffer. Stübben. Jeden Monat brav den Putzkasten aufgemacht und eingeschmiert.
Sechs Produkte. Keins hat funktioniert. Hier ist, was ich seitdem gelernt habe.
Ich habe alles ausprobiert. Lederöl. Hamanol. Effax. Kieffer. Stübben. Jeden Monat brav den Putzkasten geöffnet, den Sattel eingeschmiert und gedacht, ich tue ihm etwas Gutes.
Dann hat Thomas Brenner meinen Sattel umgedreht. Mit dem Daumen über die Unterseite gestrichen. Und einen Satz gesagt, den ich nicht vergessen werde: „Sie haben Ihr eigenes Leder erstickt.“
An dem Abend hat er mir eine Dose mitgegeben. Vier Zutaten. Kein einziges Wort, das ich nicht aussprechen kann. Und diese Salbe hat das Einzige getan, was keins meiner Produkte in 18 Jahren geschafft hat: Sie ist eingezogen.
Die meisten Pflegemittel pflegen nicht. Sie beschichten. Schicht für Schicht legen sie sich über das Leder. Von außen sieht alles gepflegt aus. Der Glanz stimmt.
Darunter verdunsten die natürlichen Fette. Die Kollagenfasern reiben sich trocken aneinander — ohne Fett, wie Holz auf Holz. Dann kommt der Pferdeschweiß. Salz. Dringt durch die Beschichtung. Zieht die letzten Reste Fett raus. Das Leder wird butterweich aber aufgeraut. Knochentrocken. Es stirbt von innen — und sieht von außen noch gepflegt aus.
Manche Reiterinnen kaufen weiter, was im Regal steht. Ohne einmal umzudrehen. Andere fangen irgendwann an, die Rückseite zu lesen.
👉 Die Alternative, die einzieht statt zu beschichten
Bio-Bienenwachs — von einem Imker im Allgäu. 200 Bienenvölker, Bergwiesen. Schützt die Faser, aber versiegelt nicht. Es atmet.
Hanfsamenöl — kaltgepresst. Wirkt gegen Pilzbefall. In der feuchten Sattelkammer kein Schimmel. Zieht in Minuten ein.
Jojobaöl — gleicht dem natürlichen Lederfett bis aufs Molekül. Wird nicht Teil der Oberfläche. Wird Teil der Faser. Dringt ein, statt zu beschichten.
Sheabutter — handgepresst. Macht geschmeidig ohne Film. Kein Nachdunkeln. Kein rutschiger Sitz.
Kein Silikon. Kein Petroleum. Kein Glycerin. Kein Lösungsmittel. Nichts, was beschichtet.
Auf meiner alten Sattelseife stand: „Nicht auf der Haut anwenden.“ Das Produkt, das ich jeden Tag auf das Zaumzeug meines Pferdes geschmiert habe. Am Kopf. Am Maul. An der Haut.
Carlos ist ein Fuchs. Empfindliche Haut. Seit er davon frei ist, kommt mir nichts anderes mehr auf die Trense.
LederKur besteht aus vier Naturstoffen. Keine Handschuhe nötig. Kein chemischer Geruch. Mein Hund liegt auf dem Ledersofa, meine Tochter fasst alles an — ich muss mir keine Sorgen mehr machen.
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Ich war auch skeptisch. Aber mit kostenlosem Versand und 60-Tage-Garantie habe ich nichts riskiert.
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Ich war skeptisch. 18 Jahre Stübben und Effax, ersetzt durch eine einzige Dose? Ich habe es an der linken Seite meines Sattels ausprobiert. Nur links. Rechts nichts.
Tag eins: Die Salbe ist eingezogen. Einfach weg. Kein Film. Kein Kleben.
Woche eins: Die linke Seite war geschmeidiger. Nicht glänzend-geschmeidig wie nach Effax. Richtig geschmeidig. Wie Leder, das lebt.
Woche drei: Meine Stallkollegin hat gefragt, ob ich den Sattel polieren lassen habe.
Woche fünf: Die rechte Seite sah aus wie ein anderer Sattel.
Eva hat nachgefragt. Dann bestellt. Dann Maren. Dann Katja.
Maren: „Alles hat den Sattel fettig oder wachsig gemacht. Das hier ist das Erste, wo das nicht passiert.“
Meine Stallkollegin hat mal gesagt: „Es gibt Leder, das wird niemals weich.“ Bis sie meinen Sattel angefasst hat.
Wenn dein Sattel sich nach fünf Wochen so anfühlt, weißt du, dass es funktioniert.
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Thomas Brenner. 72 Jahre. 5. Generation. Werkstatt in Warendorf. 56 Jahre Erfahrung. Jeden Tag mehrere Sättel auf dem Tisch. Prestige, Passier, die ganzen bekannten.
Er hat meinen Sattel umgedreht und gesagt: „Das hat seinen Kern verloren.“ Dann hat er mir erklärt, warum die Industrie mit Lösungsmitteln streckt — und warum er angefangen hat, die Salbe selbst zu machen. Nach der Rezeptur seines Großvaters. Per Hand gerührt. Ohne eine einzige Zutat, die er nicht aussprechen kann.
Was in meinem Putzkasten lag: Sattelseife (18 €), Lederfett (22 €), Lederöl (15 €), Lederbalsam (14 €). Zusammen: über 70 €. Und keins davon hat das Kernproblem gelöst.
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Weniger ist mehr. Eine kleine Menge. Fünf Minuten. Fertig. Lieber mehr kneten als mehr schmieren.
Willkommen. Es werden jeden Monat mehr. Weil Reiterinnen reden. Im Stall. In der Sattelkammer. Beim Putzen.
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